Der Tauschring Harburg wurde 1996 ursprünglich als ein Projekt des Frauenkulturhauses gegründet und war darauf ausgerichtet, dass die TeilnehmerInnen den Tauschring selbst organisieren und verwalten. Bereits einige Monate später begannen wir mit den regelmäßigen Bürozeiten in der Hamburger Bücherhalle und der Kontakt zum Frauenkulturhaus schlief ein.
Nach wie vor sind wir unabhängig und finanzieren, organisieren und verwalten uns selbst.
Der Tauschring Harburg ist in den Bezirk Hamburg-Harburg eingebunden: Wir kooperieren mit HARBURG21 (Lokale Agenda 21), der Bücherhalle Harburg, der Heimfelder St.-Paulus-Gemeinde sowie dem Heimfelder Treffpunkthaus. Wir beteiligen uns aktiv am jährlichen Stadtteilfest in Heimfeld und haben zur Talente-Finanzierung unser "Gutschein-Modell" erarbeitet.
Das Miteinander läuft auch im Tauschring nicht immer reibungslos. Viele TeilnehmerInnen bedeutet manchmal auch: unterschiedliche Einstellungen, Probleme und Missverständnisse. Somit ist Tauschring auch eine Übung im menschlichen Miteinander. Um es uns etwas einfacher zu machen, achten wir auf verbindliche Absprachen und haben beispielsweise folgende Systeme geschaffen:
- Neue TeilnehmerInnen durchlaufen eine Eingewöhnungszeit, die gleichzeitig auch als beiderseitige Probezeit angesehen werden kann und die durch ein Patenschaftssystem begleitet wird.
- TeilnehmerInnen, die in einer persönlichen schwierigen Situation sind, können auf Antrag bedingt Unterstützung durch die Gemeinschaft bekommen. Hierfür gibt es ein durch Spenden finanziertes Solidaritätskonto.
- Unsere geschulten Konfliktberater stehen Einzelpersonen und Gruppen für Beratungsgespräche zur Verfügung und tragen dazu bei, künftig mehr miteinander und weniger übereinander zu reden.
